Schweißränder von Caps entfernen – so geht’s

So entfernt ihr Schweißränder von eurer Cap
Grundlagenforschung
Waschbar oder nicht?
Eine wassergefüllte Schüssel zeigt an, dass ihr den Artikel in die Waschmaschine geben könnt. Besser müsste es allerdings heißen KÖNNTET – denn gerade dem Basecap drohen durch das vollautomatische Herumwirbeln bleibende Schäden. Daher ist bei empfindlichen Produkten meist

Material und Material-Kombinationen
Mesh-Gewebe, Baumwolle und Polyester-Mischungen dürfen nass gemacht werden; bei Wolle oder Woll-Beimischung solltet ihr damit vorsichtig sein.
Ein weiteres Augenmerk gilt dem Schirm des Basecaps. Ist er durch Kunststoff verstärkt – kein Problem; eine Papp-Einlage darf dagegen nur bedingt mit Wasser in Kontakt kommen.
Farbcheck
Sind alle grundlegenden Fragen geklärt, kann es losgehen …
Mit allen Wassern gewaschen
per Hand

Gebt ca. einen Esslöffel davon auf den Grund eines Eimers oder des Waschbeckens und lasst handwarmes Wasser darüber laufen. Sobald das Gefäß ausreichend gefüllt ist, taucht ihr das Snapback- bzw. Baseballcap hinein und bewegt es ein bisschen herum.
Dann heißt es warten. Innerhalb der nächsten 2-4 Stunden solltet ihr das Wasser bzw. die Mütze immer mal wieder bewegen; keinesfalls aber daran herumrubbeln. Gewöhnliche Nutzspuren lösen sich durch das Waschmittel und das Schwenken von selbst; gegen starke Verschmutzungen oder hartnäckige Flecken helfen die unten genannten Tricks.
Nach Ablauf der Zeit oder sobald ihr das Gefühl habt, die Kappe ist fresh genug, nehmt ihr sie aus dem Waschgefäß und spült sie gründlich unter fließendem Wasser durch. Wenn es klar bleibt und keine Blasen mehr austreten, sind alle Seifenreste aus dem Stoff entfernt.
im Geschirrspüler

Des Weiteren sollte das Basecap für sich allein bleiben oder allenfalls in Gesellschaft anderer Mützen “geschirrspülert” werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass in der Maschine befindliches Geschirr die Kappe(n) verschmutzt bzw. von den Kappen verschmutzt wird.
Für optimale Ergebnisse sorgt ein spezielles Mützen-Wasch-Gestell, wie ihr es in Online-Shops oder klassischen Hutgeschäften findet. Es hält das Snapback- bzw. Baseballcap während des Spülvorgangs in Form und sorgt dafür, dass es nicht etwa von austretenden Wasserstrahlen nach oben geschleudert wird. Alternativ eignen sich zwei fein gelochte Haushalts-Siebe – die jedoch perfekt in bzw. über das Kopfteil der Mütze passen müssen.
Im Trockendock
Sollte es aus irgendwelchen Gründen einmal dazu kommen, feuchtet ihr den Stoff gründlich durch und fahrt wie folgt beschrieben fort:
Stopft das Innere der Mütze mit einem zusammengeknüllten Handtuch aus, formt den Schirm gegebenenfalls neu und lasst die Kappe an der Luft trocknen. Das kann je nach Dicke des Materials und Umgebungstemperatur bis zu 24 h dauern. Eine Beschleunigung durch direkte Sonneneinstrahlung oder die Benutzung eines Wäschetrockners solltet ihr vermeiden, da das Basecap dadurch verblassen oder einlaufen kann. Besser ist es, die feuchte und stabilisierte Mütze in die Nähe eines Ventilators oder ans offene Fenster zu legen, so dass sie Luftzüge abbekommt.
Wenn das Snapback- oder Baseballcap vollständig durchgetrocknet ist, darf es wieder als Kopfbedeckung zum Einsatz kommen.

Oh Schreck, ein Fleck!
handelsüblicher Fleckentferner

Waschmittel-Lösung

Natron
Eine Mischung aus 60 g Natron und 60 ml warmem Wasser (entspricht je 4 Esslöffel) ergibt eine hocheffektive Waschpaste, die ihr mittels einer Zahnbürste auftragt, in den Stoff einarbeitet und nach etwa 60 min unter fließendem Wasser wieder abspült.
Schonverfahren
Hier sollte möglichst wenig oder besser gar kein Wasser auftreffen bzw. gleich wieder aufgesaugt werden. Alternative Fleckentfernungs-Methoden sind Trockenshampoo und Kartoffelstärke. Sie nehmen Fett besonders gut auf und lassen sich rückstandslos aus dem Stoff herausbürsten.
